Vorüber ist die Weihnachtszeit.

Vorbei das Fest des Lichts.
Es herrscht wieder Dunkelheit.
Vielerorts – was blieb, ist nichts.

Nichts – als ein paar Geschenke
die nur von materiellen Wert.
Für jeden Arbeit – weltweit Frieden
ward uns wieder nicht beschert.


Erwin P. Kandel

 

Mein lieber Gast, 
ich wünsche Ihnen für die kommenden Tage
ein paar Tage der Ruhe und Besinnung.

 

Erwin P. Kandel

 

Alle Jahre wieder
kommt das Christuskind
auf die Erde nieder
wo wir Menschen sind.
Schaut, was wir hier unten treiben.
in der, für ihm erdachten Zeit.
Sieht all‘ die Freuden, all‘ das Leiden
auf der Erde weit und breit.
Sieht nicht nur den Lichterglanz,
sondern auch die dunklen Schatten.
Überschaut das Schauspiel ganz:
Sieht auch die Armen unter Ratten.
Wird Zeuge auch von Attentaten.
Hört die Schüsse und Granaten.
Sieht, wie Völker Völker morden
in Afrika – an Asiens Orten.
Sieht hier die vollen dicken Bäuche,
dort die vor Hunger kranken Kinder.
Freut sich ein bisschen über Bräuche.
Erkennt Fassaden – schaut dahinter.
Schaut in, mit Waren vollgestopften Läden.
Sieht drinnen Menschen, die mit Wägen,
durch die Gänge irren, laufen,
um zu kaufen – kaufen –  kaufen.
Sieht meistens große Hektik nur –
von stader Zeit kaum eine Spur.
Hört nur vereinzelt leise Töne:
Aus Kinderstuben – feine, schöne.
Die Kinder sind’s auch, die dem Kind,
noch eine echte Freude sind.
Kennt die, die sich nur selbst beschenken.
Sieht aber auch die vielen Spenden –
das nur für Tage währende Erbarmen
mit Arbeitslosen und den Armen.
 
Kann in der Kirche Menschen seh’n,
die sonst nie in die Kirche geh’n.
 
Das Christkind weint: 
„Bei all‘ dem Schenken,
vergaßen sie, an mich zu denken.
Nur noch in der Heil’gen Nacht
wird mancher orts an mich gedacht.“
„Egal –  ich werde wieder kommen.
der Armen wegen, Guten, Frommen.
Der Kranken und der Kinder wegen,
Um zu bringen Gottes Segen.“
„Auch wegen jene, die nur fluchen.
Morden, stehlen, Streit nur suchen,
um Sie dazu zu bewegen,
ihr teuflisch‘ Sinnen aufzugeben.“
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Das Christkind sich ins Kisschen drückt:
„Gottlob! Nicht alle Menschen sind verrückt.“
Erwin P. Kandel

Foto – Quelle

Weihnachten – also die Zeit um den 24.Dezember rum, hatte ursprünglich nichts mit der Geburt Jesus Christus zu tun. Ein astronomisches Ereignis war einzig und allein Grund für die Feierlichkeiten. Weihnachten ist die Zeit der Wintersonnenwende. Die Kelten, die Goten sowie die Normannen, alles indogermanische Volksgruppen, feierten zu dieser Zeit das Julfest oder das Mittwinterfest. Nachdem die immer mächtiger werdende Kirche nach Ausbreitung über Europa die Feierlichkeiten durch Dämonisierung nicht unterdrücken konnte, wurden sie einfach adaptiert und als christliche Feste umgestaltet. Die Geburt Christi wurde im Laufe des 7. und 8. Jahrhunderts auf den 25. Dezember gelegt, um die Feste als christlich rechtfertigen zu können. Die Verwendung von Kerzen an einem Baum entstammen dem Julfest. Weihnachten, wie wir es heute kennen, ist also das Ergebnis christlicher Herrschaftssicherung.

Inzwischen ist Weihnachten zum Fest der Liebe und des Schenkens mutiert, welches jeder feiern kann – auch die Gläubigen anderer Religionen und Atheisten.

Autor unbekannt