… seit Tagen protestieren die Milchbauern in Europa. Sie fordern höhere Preise für ihre Milch – und ein Ende der Liberalisierung des Milchmarktes. Auch an diesem Dienstag hielten die Proteste an: Hunderte Landwirte zogen vor die Landeswirtschaftsministerien, um für weitere staatliche Hilfen zu demonstrieren. Auf Plakaten schrieben sie, in Anspielung auf die Bundestagswahl am Sonntag: „Wer Bauern quält, wird nicht gewählt.“ Unser Bild zeigt Landwirte in der Nähe von Rosenheim, die aus Protest gegen die Politik mit ihren Traktoren 300.000 Liter Milch auf einem Feld verschütten.

Quelle: Zeit-Online

Ich habe viel Verständnis für die Belange der Bauern – aber das oben geht zu weit. Millionen Menschen verhungern und  Menschen unserer Wohlstandsgesellschaft sorgen dafür, dass zig Tonnen Lebensmittel vernichtet werden.

Zig Tonnen Lebensmittel vernichtet werden – nur, damit der Preis beim Verbraucher und der Gewinn beim Handel stimmt. Der Produzent aber soll sich mit einem Hungerlohn begnügen  – am besten umsonst arbeiten.
Dieses gilt insbesondere für die Arbeiter in der Dritten Welt.

Für Luxusgegenstände ist dem „Wohlstandsmenschen“ nichts zu teuer. Soll er aber ein paar Cent mehr für Lebensmittel ausgeben, wird das für ihn zum Skandal.Wann wird er endlich begreifen, dass die Nahrung und die Gesundheit seine kostbarsten Güter auf Erden sind?

Ich hoffe nicht erst, wenn er merkt, dass man die Reifen eines Autos nicht essen kann, weil es nichts mehr zu essen gibt! Nichts mehr zu essen gibt, weil er in seinem Luxuswahn seine Umwelt – die Natur zerstört hat.

Erwin P. Kandel

… eine sonst nur einzeln auftretende Krankheit ist in bestimmten Kreisen zur Epidemie geworden. So mancher von den Betroffenen hätte sicher nicht erkranken müssen, wenn er genügend Vorsorge geleistet und mit seiner Gesundheit nicht so viel Raubbau getrieben hätte.

Die Insolvenz verläuft tödlich, wenn man sie nicht behandelt – und helfen können offensichtlich nur Spritzen. Finanzielle Spritzen vom Vater Staat. Nur, woher das „Serum“ nehmen und nicht stehlen – seine Reserven hat er schon lange verspritzt.

Gespritzt sollte aber zum Schutz von Millionen gefährdeter Menschen werden – also beschafft er sich den „Impfstoff“ wieder mal auf Pump und überläßt wie immer die Tilgung dem Steuerzahler. Genauer gesagt: Dem Arbeitnehmer – der Masse des Volkes.

Sei noch zu bemerken, dass Spritzen in der Regel nicht lange nachhalten und nach einer gewissen Zeit wieder gespritzt werden muß. Einmal gespritzt – immer gespritzt!

Offensichtlich hat es sich in jenen Kreisen noch nicht herumgesprochen, dass man sich in guten Zeiten ein ausreichendes Finanzpolster für schlechte schafft – der Otto Normalverbraucher tut dies schon seit hunderten von Jahren.

Um es auf den Punkt zu bringen: Wegen einer Handvoll habsüchtiger, kurzsichtiger und nur auf ihr eigenes Wohl bedachte Idioten muß ein ganzes Volk den Geldbeutel hinhalten – werden Millionen von Menschen arbeitslos – versinken tausende von Menschen in Armut und Verzweiflung.

Erwin P. Kandel