WIR BRAUCHEN NICHT SO FORT ZU LEBEN

Wir brauchen nicht so fort zu leben,
wie wir gestern gelebt haben.
Macht euch von dieser Anschauung los,
und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.

(Christian Morgenstern 1871-1914, deutscher Schriftsteller)

 

Es ist traurig, aber wahr:
Global gesehn, wird Jahr für Jahr,
das neue, wie das alte war.

 

Geredet wird nur und gedacht.
Zu Stande aber nichts gebracht.
Bei Gipfeltreffen Starrsinn nur.
Von Einigung kaum eine Spur.

 

Es wird versprochen und gelogen,
nichts festgemacht – nur stets verschoben.
Vertröstet auf das nächste Jahr.

 

Statt mit den Feinden Frieden schließen,
Terror nur und morden – schiessen.
Raffsucht, Geldgier bei den Reichen.
Ein Wahnsinn – Irrsinn sondersgleichen.

 

Den Mächtigen gehts nur um Macht
An das Volk wird nicht gedacht.
Es herrscht die Gier – das Kapital.
Man denkt an sich, denkt nicht sozial.

 

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Ihr reichen Stinker, Diktatoren,
Regierungen mit tauben Ohren,
Umweltsfeinde, Terroristen,
Juden, Moslems und auch Christen:
Laßt die Gier nach Macht und Geld.
Schont die Natur, den Rest der Welt.
Behaltet eure milden Gaben.

 

Gebt denen das, was sie nicht haben:
Arbeit, Land – genug zum Leben.
Gebt allen Menschen – Stück für Stück
was ihr geraubt, ganz schnell zurück.

 

Sorgt für Gerechtigkeit und Frieden,
dann wird’s sicher gut hienieden.
Dann wird vielleicht schon dieses Jahr,
besser als das alte war.

 

Wäre das nicht wunderbar ?

 

Erwin P. Kandel
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Na – mein lieber Gast, konnten Sie von dem, was Sie sich für 2012 vorgenommen haben, schon etwas in die Tat umsetzen?

Zum Beispiel nicht mehr so fett zu essen, sich mehr in der frischen Luft bewegen oder gar nicht mehr zu rauchen?

Nein? – Ärgern Sie sich nicht darüber.  Sie sind nicht der einzige, bei dem es nur bei den guten Vorsätzen bleibt. Und es ist ja auch verdammt schwer, lieb gewonnenes – auch wenn es der Gesundheit schadet –  von heute auf  morgen aufzugeben.

Trotzdem – bleiben Sie am Ball!

Erwin P. Kandel

 

Das Jahr 2009 war, global gesehen, wie eine Hühnerleiter:
Beschissen von oben bis unten – respektive vom Anfang bis zum Ende.

Erwin P. Kandel