Gedanken zum Karfreitag

Gedanken zum Karfreitag

Der Benediktinerpater Anselm Grün, viel gelesener Autor spiritueller Bücher und beliebter Lebensberater schreibt in seinem Buch „Erlösung“ über das Sühneopfer von Jesus Christus:

In manchen Köpfen schwirrt noch immer die Idee herum, dass Gott seinen Sohn sterben lässt, um unsere Sünden zu vergeben. Doch was ist das für ein Gott, der den Tod seines Sohnes nötig hat, um uns vergeben zu können?

Ich meine:

Jesus Christus musste sterben, weil er den römischen Besatzern und den jüdischen Pharisäern unbequem war.

Die Pharisäer fürchteten durch die Auftritte Jesus, der durch seine Predigten immer mehr Menschen in seinen Bann zog, um Ihren Einfluss auf das jüdische Volk.

Die Römer sahen in ihm einen Rebell – einen Aufwiegler des Jüdischen Volkes gegen ihre Herrschaft in Judäa. 

Damit war seine Hinrichtung besiegelt.

Nicht Gott ließ Jesus Christus sterben – es waren Menschen, die ihn gerichtet haben!

Es ist vieler Menschen Eigenart, ihre Vergehen und Verbrechen anderen aufzuladen, um sich damit reinzuwaschen – sie brauchen einen Sündenbock.

Christen haben diesen Sündenbock in Jesus Christus gefunden.

Erwin P. Kandel

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