Papst-Rede im Bundestag

Papst-Rede im Bundestag

Foto: BR/ARD

Der Papst mag reden wo er will – nur nicht im Bundestag.
Dort haben Vertreter von Glaubensgemeinschaften nicht zu reden – haben Religionen nichts zu suchen.

Wir sind nicht im Mittelalter!

Dass unser Herr Bundespräsident ihn nur zu einer Rede vor dem Bundestag als Eigenschaft des Oberhauptes eines politisch bedeutungslosen Kleinstaates eingeladen haben soll, erscheint mir nicht anders als bloße Augenwischerei.

Herr Christian Wulff  ist römisch katholisch und als seinen „politischen Ziehvater“ bezeichnet er Werner Remmers, einen „der profiliertesten Köpfe des politischen Katholizismus in den 80er- und 90er-Jahren“.  (Quelle WIKIPEDIA)

Wenn der Papst im Bundestag als Staatsoberhaupt redet – und er wird reden, wäre es eine nette Geste, wenn er in Zivil erschiene – seine „Kutte“ für ein paar Stunden ablegte.
Er muss andersgläubige und der katholischen Kirche abgeneigten Bundestagsabgeordnete nicht auch noch mit seinem „Outfit“ brüskieren – es genügen schon seine, meist leeren und belanglose Worte.

Nein, Herr Bundespräsident, was haben Sie sich von dieser Einladung nur versprochen – bei dieser Einladung nur gedacht?

Nun, wenn die Rede des Herrn Prof. Dr. Joseph Ratzinger vor dem Bundestag wird, wie sein „Wort zum Sonntag“ waren, wird es den Zuhörern stinklangweilig werden.

Nichts Neues werden sie von ihm jedenfalls nicht hören.

Erwin P. Kandel